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Vom Werden zum Sein

Die Geschichte von ATELIER SCHULE

Die Anfänge von AtelierSchule gehen auf das Jahr 1990 zurück, als eine Gruppe engagierter LehrerInnen rund um Martin Merz sich daran machte, reformpädagoische Schritte im Schulleben zu setzen und sich im gegenseitigen Austausch weiter zu entwickeln und zu unterstützen.
Freinet-Pädagogik, Offenes Lernen, Projektarbeit, Kreative Pädagogik - „Den Kindern das Wort geben“ waren die Stichworte – neue Ideen und pädagogische Sichtweisen waren das Ziel. Eine reformpädagogische LehrerInnen-Gruppe war entstanden und bildetete die Wurzeln für ATELIER SCHULE.

Immer mehr Schulräume veränderten ihr Aussehen – im Inneren, wie auch nach außen hin: Kinder, die Verantwortung für ihre Arbeit übernehmen, die die Gemeinschaft in der Klasse gemeinsam gestalten, Klassenräume die sich mehr und mehr zu einer Lernwerkstatt veränderten, Arbeitsateliers, selbst gemachte Bücher, Kinderlesungen und ein buntes Schulleben voller Arbeitsfreude, signalisierten, dass hier etwas in Bewegung geraten war!

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Schülerzeitungen wurden gedruckt und verschickt, Klassenpostkästen füllten sich mit interessanten Gedanken von Kindern aus allerlei Teilen des Landes. Kinderkonferenzen veränderten das Bild der Gemeinschaft in der Klasse. Gemeinsames Arbeiten und individuelles Lernen ließen die Welt des Frontal- und Notenunterrichtes vergessen. Diese Prozesse in der Klasse begleiteten Prozesse in der Lehrerschaft. Fortbildungsveranstaltungen und Workshops wurden organisiert, Exkursionen veranstaltet, ...

1992 und 1996 organisierten wir das österreichische Freinet-Ostertreffen in Schlierbach. 1997 wurde dann AtelierSchule zu einem Verein, zur Freinet-Pädagogik-Initiative Oberösterreich.

Seither hat der Verein zahlreiche Veranstaltungen organisiert, kooperiert mit verschiedenen Fortbildungsinstitutionen und blickt auf lange Liste an Publikationen zu unterschiedliche Schwerpunkten der Freinet-Pädagogik zurück.

FINA, Ausdruck einer fröhlichen und kreativen Kinderseele, erblickte in meiner Klasse in Kirchdorf, von der Erstklässlerin Fina Kurka schnell mal auf einen Notizzettel gezeichnet, das Licht der Welt. Seither begleitet sie die Arbeit und das Vereinsleben von AtelierSchule.

AtelierSchule sieht Schule als Lernraum und Spielraum, als eine Lernwerkstatt, ein Atelier kreativen Denkens und Schaffens. AtelierSchule sieht Schule als Lernraum und Spielraum für individuelle Entwicklung im sozialen Zusammenspiel einer Gruppe, als einen Ort der Muße und Selbstfindung — gemäß der antiken griechischen Definition von Schule und Bildung.